Erste Erfolge bei unserem Projekt "Artenreiche Geniessergärten"

Garten Familie Haas

Bei diesem Projekt sollten verschiedene Bereiche entstehen. Ein Nutzgarten, Blühflächen für Insekten, eine Kräuterschnecke, Spielflächen für die Zwillinge und ein Bereich zum Erholen für die Eltern.

Außer einer geplanten Holzterrasse und einer Natursteinmauer gab es in diesem Garten noch nichts. Für unser Projekt eine besondere Herausforderung. In Abstimmung mit den Bauherren und dem bereits beauftragten Landschaftsgärtner wurde die Planung erstellt und abgesprochen. Vor Beginn unserer Arbeiten musste noch die vorhandene Mauer repariert und erhöht werden, auch die spätere Holzterrasse wurde vom Gärtner vorbereitet, so dass die Lage und Höhe abzulesen war.

Die Pflanzung wurde an die Grundstücksgrenze geschoben, um eine große Spielfläche zu bekommen und den Sichtschutz gewährleisten zu können. Es kamen heimische Gehölze und Obstbäume zum Einsatz. Ein Teil der Flächen wird mit einem Kräuterrasen eingesät, die Spielfläche bekommt einen herkömmlichen Sportrasen. Der Nutzgarten wurde so angeordnet, dass er einfach zu bearbeiten und zu versorgen ist.

Bereits während der ersten Arbeiten wurde klar, dass die gewünschte sehr schnelle Umsetzung wegen einer Unkrautbelastung mit der Quecke, nicht sinnvoll ist. Hier wurde als Sofortmaßnahme eine Dauerbegrünung mit Phacelia und Wicken eingesät, um die Ausbreitung der Quecke etwas einzudämmen. Die Pflanzflächen wurden nicht mit den geplanten Bodendeckern bepflanzt, sondern werden für dieses Jahr von Hand regelmäßig gejätet.

Umgesetzt wurden einige Hochbeete, Beerensträucher und Obstbäume, Wein an der Natursteinmauer, die Kräuterspirale und Blühflächen. Weitere Baumaßnahmen durch den Landschaftsgärtner und die Bauherren, werden im Laufe des Jahres dazu beitragen, einen gestalteten und trotzdem sehr naturnahen, artenreichen Garten zu schaffen, in dem sich die Familie wohlfühlen wird.
(Landschaftsarchitekt Uwe Bauer)

Nachdem sich nach der Erstbearbeitung des Bodens eine sehr große Verbreitung der Quecke in unserem Garten gezeigt hat, wurde auf Vorschlag von Hr. Bauer in vielen Bereich zur Eindämmung dieser sowie zur Verbesserung der Bodenqualität Phacelia ausgesät. Diese blüht zwischenzeitlich und füllt sich tagsüber mit zahlreichen Insekten. Daneben wurden einige Obstbäume wie auch Pflanzen an der Grundstücksgrenze gepflanzt, welche zwischenzeitlich angewachsen sind und auch schon Blüten getragen haben. Der eingesäte Rasen bedeckt die Fläche vor dem Haus und ist im Begriff die Spielwiese der Kinder zu werden. Hinter dem Haus wachsen an der Natursteinmauer Weinreben, welche bereits schon dieses Jahr eine Ernte erwarten lassen. Daneben konnte von den zahlreichen gepflanzten Obststräuchern wie Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren bereits viele Früchte genossen werden. Neben dem Obst ist auch der Gemüsegarten hinter dem Haus angelegt und das ein oder andere bereits geerntet. Als letztes Projekt wurde eine Kräuterschnecke angelegt und bepflanzt. Auch hier wird das ein oder andere Essen mit Kräutern aus dem eigenen Garten verfeinert.

Damit hat sich der erhebliche Zeitaufwand, der auch aktuell noch regelmäßig vor allem auch zur Eindämmung der Quecke nötig ist, mit Ernten und einem teils blühenden und zumindest grünem Garten gelohnt.
(Familie Haas)

Garten Familie Pabsch

Die Familie Pabsch hatte bereits mit ihrer Gartengestaltung begonnen und eine Terrasse sowie einen Kinderspielbereich geschaffen. Dazwischen war noch Platz für viele Ideen.

Das Gelände hat ein Gefälle entlang der Terrasse, das nun durch eine im Bogen gesetzte Trockenmauer aufgefangen wird. So wurden zwei Ebenen mit verschiedenen Qualitäten geschaffen. Ein Nutzgarten im unteren Bereich, im oberen eine Spiel- und Aufenthaltsfläche mit Grillstelle.

Der Nutzgarten besteht aus Obstbäumen, Beersträuchern und Hochbeeten. Als Schmetterlings- und Augenweide wurde Sommerflieder entlang der Terrasse gepflanzt. Unter den Obsbäumen soll eine reich blühende Wiese für Insekten entstehen.

Im oberen Gartenbereich wurde zum Teil herkömmlicher Sportrasen zum Spielen und Begehen ausgesät. Entlang der Grenze zu einem Fußweg, des im Neubaugebiets liegenden Gartens, dient nun Spalierobst als Sichtschutz. Wiesenblumen für Insekten wurden im Bogen entlang des Sichtschutzes so ausgesät, dass ein Rasenweg vom oberen in den unteren Teil des Gartens gesäumt wird.
(Landschaftsarchitekt Uwe Bauer)

— Die Beweggründe
„Ohhh, der Bauer ist in der Zeitung”, sagte meine Frau. Ich: „Welcher Bauer denn?”. Man dachte eher an einen Milch-, Getreidebauer oder dergleichen. Unbeirrt und mit zunehmender Begeisterung las sie mir den Artikel vor. Meine erste Reaktion war:

DA MACHEN WIR MIT.

Nach internen Koalitionsgesprächen mit Abschluss (30 min) waren die Bewerbungsunterlagen zusammengestellt und das lange Warten begann.

— Die Arbeit
Nach den ersten Sondierungsgesprächen mit der Gegenseite, rückte der Tag der Vorstellung deren Umsetzungsplänen immer näher. Dienstagabend 21:30 Uhr wussten wir, dass Herr Bauer uns zugehört und verstanden hatte und wir einen hervorragenden Mix aus Investitionen, Arbeit und Unterhalt als Ergebnis hatten.

Kurzum – wir waren begeistert.
28.04.2018: Der Gartenwandel begann. An einem Tag wurde das gesamte Gesicht unseres bisherigen Gartens neu modelliert. Nach 7 Tagen war es vollendet. Mauer gesetzt, Bäume, Sträucher waren gepflanzt und der Gießmarathon begann.

— Die Zufriedenheit
Und es kam einfach NIX. Weder Wasser von oben noch das Grün aus der Erde. Zur Erinnerung, der Mai war trocken und der Monat der Unwetter. Dann kam das Wasser am 06.06.18 und schwemmte unser neu erworbenes Gärtnerherz binnen 30 min in die Kanalisation.

— Das Ergebnis
Es ist noch früh von einem Ergebnis zu sprechen. Nichts desto trotz sind wir mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. Die Gestaltung aus naturgegebener Schönheit und Pflege mit dem Nebeneffekt der Lebensmittel, bringt uns (Kindern und Eltern) die Achtung und Wertschätzung dessen, was die Natur uns gibt.

Das war das, was wir wollten.
(Familie Pabsch)

Balkon Familie Leukhardt

Das Ziel für dieses Projekt war, die Aufenthaltsqualität zu steigern und den Nutzgarten näher an die Wohnung im Dachgeschoss zu bringen. Trotz eines Gartens im Erdgeschoss, wurde dieser für die Erholung und Versorgung der Familie nicht genutzt.


Geplant wurde daher eine Sitzecke im Grünen. Viele Pflanzen, in diesem Fall Beeren, Kräuter, Salat und Gemüse wurden gesetzt. Ebenso wurde ein Sommerflieder als Insektenmagnet und Blütentraum gepflanzt. In den verschiedenen Kübeln konnten sehr einfach die unterschiedlichen Bedingungen für die jeweilige Kultur geschaffen werden. Mörtelwannen aus dem Baumarkt erhielten eine Holzverkleidung und wurden so zum optischen Highlight. Regenwasser wird durch eine Pumpe aus dem Garten in einen Behälter auf den Balkon gepumpt. Über das kleine Wasserbecken kann einfach mit der Gießkanne gegossen werden.


Ob das Ziel erreicht werden konnte, lesen und sehen Sie im Folgenden.
(Landschaftsarchitekt Uwe Bauer)

Schulgarten Frommern

Schulgarten Frommern
Das Ziel, einen Quartiersgarten zu finden, war eine große Herausforderung. Es gab durchaus Bewerbungen, jedoch waren diese Anlagen nicht geeignet, um unsere Gedanken umzusetzen. Letztendlich fiel die Entscheidung auf die Schule in Frommern, da es hier sehr viele Flächen gibt, die direkt an den öffentlichen Raum anschließen. In diesem Projekt geht es uns darum, aus ungenutzten Rasenflächen pflegeleichte und ertragreiche Flächen sowie insektenfreundliche Bereiche zu schaffen. Auch hier wurden daher Blühflächen, Obstbäume, Beerensträucher sowie einige Hochbeete zur Aufzucht von Gemüse geplant.

Bei der Umsetzung des Geplanten, mussten wir kurzfristig, krankheitsbedingt bei den Arbeiten große Abstriche machen. Der für die Blühflächen notwendige Maschinen- und Personaleinsatz musste auf den Herbst verschoben werden. Dennoch gelang es mit Schülern und Lehrern ein Spalier mit 8 Obstbäumen zu erstellen und einige  Beerensträucher zu pflanzen. Auch wurde eine erste Dauerblühfläche angelegt. Im Herbst werden nun noch weitere Flächen rund um den bestehenden Schulteich bearbeitet und eingesät. Auch entlang eines Rad- und Fußweges werden Dauerblühflächen angelegt.
(Landschaftsarchitekt Uwe Bauer)

Am Freitag, dem 8. Juni wuselte es im Schulgarten des Schulverbundes Frommern vor fleißigen Helferinnen und Helfern.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler, unterstützt von Lehrkräften, waren eifrig dabei mit Mitarbeitern des OGV unter den Anweisungen von Landschaftsarchitekt Uwe Bauer den Schulgarten zu verschönern. Es wurden 6 Spalierapfelbäume und 8 Johannisbeersträucher gesetzt.

— Das Fazit
Mittlerweile sind alle Pflanzen ganz gut angewachsen und gedeihen prächtig. Es können dieses Jahr sogar erstmals gleich Äpfel geerntet werden!

Im Laufe des nächsten Schuljahres werden die brachliegenden Grünflächen rund um die Schule zu Bienenweiden und Schmetterlingswiesen umgestaltet, so dass es im Frühjahr bunt blühen kann und die Insekten ihre Freude daran haben werden.

Des Weiteren wird überlegt, ein vernachlässigtes Biotop wieder zu reaktivieren. Es gibt noch viel zu tun und die Ideen bleiben nicht aus, aber mit den Obstbäumen und -sträuchern ist ein sehr guter Anfang gemacht.
(Schulverbund Frommern)

Die Arbeiten in den Projektgärten haben begonnen

Mit dem Bagger unseres Kassierers wurden die vorgesehenen Beete bearbeitet, indem dort über 30 Tonnen Sand eingearbeitet wurden. An diesem Wochenende werden in dem Garten der Familie Pabsch die ersten Pflanzen gesetzt. Gleichzeitig wird mit der Gestaltung des Balkons der Familie Leukhardt begonnen. Im Garten der Familie Haas werden ebenfalls die ersten Arbeiten mit Radlader und Bagger durchgeführt. Wir hoffen, dass hier  in den nächsten zwei-drei Wochen die meisten Arbeiten erledigt sind. Danach muss dann noch mit dem Schulgarten in Frommern begonnen werden. Hoffen wir, dass sich die Ergebnisse im Herbst sehen lassen.

nach der Presseveröffentlichung vom 7. Februar haben sich über 15 mögliche Projektpartner um die Teilnahme zur Anlage eines naturnahen Gartens beworben. Nachdem in den letzten 14 Tagen die Vorstandschaft und Herr Uwe Bauer die Wochenenden dazu genutzt haben, alle Gärten und Balkone zu besichtigen, steht nun fest, dass wir einen Balkon in Weilstetten, einen Garten, ebenfalls in Weilstetten, einen Garten in Balingen und einen Schulgarten an einer Schule in Frommern anlegen werden.
 
Die Planungen werden derzeit zwischen unserem Planer Uwe Bauer und den Gartenbesitzern abgestimmt.
 
In der letzten Ausschusssitzung wurde vereinbart, dass ab Mitte April die ersten Arbeiten in den Gärten beginnen werden.
 
Trotz Bewerbungsschluss am 7. März ist das Interesse nach wie vor an diesem Projekt groß. Für die Vorstandschaft vom OGV ist das ganze Vorhaben nach wie vor ein "Risikospiel", denn es liegen keine Erfahrungen von anderen Projektträgern vor.
So konnten wir sogar in der Zwischenzeit auch Gartenbesitzer, die bereits einen sehr naturnahen Garten angelegt haben, dazu ermuntern, dass sie ein Tagebuch anlegen, in dem sie die Arbeiten, die sie während der Vegetationsperiode durchführen, beschreiben, welche Probleme und/oder Erfolge sie dabei erleben und bereit sind, dies hier zu veröffentlichen. Einer dieser Gartenbesitzer sind u.a. die Eheleute Braungardt aus Balingen-Heselwangen.

Dafür bedanken wir uns bereits heute.

Teilnahmebedingungen für das Projekt „Artenreicher Genießergarten“

Gesucht wird je

  • ein Balkon / eine Terrasse,
  • ein Garten, angeschlossen an einem Einfamilienhaus und
  • eine Mehrfamilienwohnanlage, die einen Gemeinschaftsgarten im Vereinsgebiet anlegen oder umgestalten möchten.

Der OGV Balingen e.V. unterstützt die Teilnehmer bei der Umgestaltung/Neuanlage der Flächen.

Planungskosten werden zu 100% vom OGV Balingen e.V. übernommen.

Für die Umsetzung werden 50% der finanziellen Aufwendungen durch den OGV Balingen e.V. bis zu einer Obergrenze für Material-, Maschinen- und sonstige Kosten in Höhe von

  • max. 400,--€ für das Projekt „Balkon/Terrasse“, Größe ca. 40 m²,
  • max. 900,--€ für das Projekt „Garten“, Größe ca. 300 m²,
  • max. 1.200,--€ für das Projekt „Gemeinschaftsgarten, Größe ca. 1000 m² gewährt.

Dauer des Projekts: Zunächst ein Jahr für die Anlage bzw. Umgestaltung.

Gegebenenfalls soll im 2. Jahr die Entwicklung der Flächen fachlich begleitet werden. Voraussetzung ist, dass weitere Fördergelder bereitgestellt werden können.

Im Gegenzug arbeitet der Gartenbesitzer an einer kontinuierlichen Berichterstattung mit. Die Berichte werden u.a. auf der vereinseigenen Webseite www.mostkopf.de veröffentlicht. Ferner müssen sich die teilnehmenden Grundstücksteilnehmer bereit erklären, die Umgestaltung auch interessierten Besuchergruppen zugängig zu machen.

Anmeldeschluss: Mittwoch, 07. Februar 2018

Folgende Angaben sind mit Ihrer schriftlichen Bewerbung vorzulegen:

  • Lage und Größe der Fläche mit Anschrift.
  • Für welche Kategorie bewerben Sie sich und handelt es sich um eine Neuanlage oder Umgestaltung.
  • Bestätigung, dass der Bewerber auch der Eigentümer der angemeldeten Fläche ist.
  • Nur Mitglieder, oder die, die es mit Projektbeginn werden wollen, können teilnehmen.
  • Das Einverständnis zur Veröffentlichung von Berichten während und nach dem Projekt.

 Bis Ende Februar 2018 werden aus den vorliegenden Bewerbern die Grundstückseigentümer ausgewählt, die am Projekt teilnehmen werden. Deshalb: Ein Anspruch auf eine Teilnahme besteht nicht.

Schicken Sie Ihre Bewerbung per Mail an

g.scholte-reh@web.de

oder per Post an

OGV Balingen e.V.

Posener Str. 6
72336 Balingen