Insekten- und Bienenpflanzen für den Garten

Wer sich mit insektenfreundlichen Pflanzen beschäftigt, denkt zuerst oft an Stauden und blühende Gehölze.

Dabei wird übersehen, dass viele unserer Beet- und Balkonpflanzen eine ganz wichtige
Nahrungsquelle für Insekten darstellen können. Diese blühen im Gegensatz zu vielen Gehölzen während der ganzen Sommermonate ausdauernd und sind somit ein kontinuierliches Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere heimische Insekten.

Besonders ungefüllt oder halbgefüllt blühende Pflanzen bieten Nektar und Pollen an.
Von der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg sowie der Landesanstalt für Bienenkunde Hohenheim wurden dazu verschiedene Untersuchungen durchgeführt.

Besonders empfehlenswerte Beet- und Balkonpflanzen für Bestäuber sind zum Beispiel: Vanilleblume, Gazania, Lobelie, Gaura, Tagetes, Salvie, Bidens, australische Fächerblume, Dahlie, Schneeflockenblume, Euphorbia und viele mehr.

Gerne berate ich Sie in meiner Gärtnerei bei der Zusammenstellung eines insektenfreundlichen Balkonkastens.

Mit blumigen Grüßen
Sigrid Herber

Kräuterschale bepflanzen

Ein hübsche, leckere und gesunde Geschenkidee für die Frühlingszeit ist eine bepflanzte Kräuterschale bzw. ein Kräuterkorb. Damit man daran möglichst lange Freude hat, sollten die verwendeten Kräuter von den Ansprüchen her zusammen passen.

Für einen frühlingshaften Fitnesskorb können beispielsweise Schnittlauch, Blutampfer und Pimpinelle kombiniert werden. Eine Mischung, die sich toll für Salate und Kräuterquark verwenden lässt, und die dem Stoffwechsel hilft, nach dem Winter wieder in Schwung zu kommen.

Eine mediterrane Schale mit aromatischen Grillkräutern lässt sich aus Rosmarin, Thymian und Salbei bepflanzen. Hier sollte man der Erde etwas Blähton und Sand hinzuzufügen und darauf achten, dass die Kräuter keine „nassen Füße“ bekommen.

Schauen Sie doch mal beim Gärtner vorbei und lassen Sie sich vom Duft und der Vielfalt der Kräuter verführen.

Mit frühlingsfrischen Grüßen
Sigrid Herber

Fruchtgemüse aussäen

Wer im Sommer eigene Paprika, Tomaten, Gurken, Zucchini und Auberginen ernten möchte, für den beginnt jetzt die Aussaatzeit.

Paprika und Auberginen haben eine langsame Jugendentwicklung und sollten ab Mitte Februar bis spätestens Anfang März ausgesät und auf der warmen Fensterbank herangezogen werden. Auch Tomaten fürs beheizbare Gewächshaus können dann schon vorgezogen werden. Wer Tomaten ab Mitte Mai ins Freie pflanzen möchte, kann bis Mitte März mit der Aussaat warten. Gurken und Zucchini entwickeln sich relativ schnell und sind sehr frostempfindlich. Hier reicht es, mit der Vorkultur in Töpfen Mitte/Ende April zu beginnen. Mit dem Umpflanzen ins Freiland wartet man am besten die Eisheiligen ab, die Mitte Mai sind. Ist zu diesem Zeitpunkt kein Nachtfrost mehr angesagt, dürfen auch die kälteempfindlichen Gemüsearten ins Beet gepflanzt werden.

Viel Erfolg bei der Jungpflanzenanzucht wünscht
Sigrid Herber

Amaryllis nach der Blüte richtig behandeln

Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, ist eine beliebte blühende Topfpflanze für die Winterzeit. Sie erfreut uns wochenlang mit ihren spektakulären Blüten. Um das Zwiebelgewächs auch im nächsten Jahr wieder zum Blühen zu bringen, sollte folgendes beachtet werden:

Die Blütenstiele dürfen sofort nach dem Verblühen abgeschnitten werden. Die Blätter dagegen müssen an der Pflanze verbleiben. Regelmäßig gießen und düngen ist in dieser Phase wichtig, da die Pflanze jetzt Nährstoffe in die Zwiebel einlagert. Ab Ende Mai freut sich die Amaryllis über ein halbschattiges Plätzchen im Garten. Mit Beginn des Spätsommers wird dann das Gießen eingestellt.

Wenn die Blätter verwelkt und eingetrocknet sind, dürfen sie abgeschnitten werden. Die Amaryllis hat nun ihre Ruhezeit und sollte für mindestens sechs Wochen kühl gestellt werden, z.B. in den Keller. Danach kann die Zwiebel in frische Erde gepflanzt und wieder angetrieben werden.

Mit blumigen Grüßen
Sigrid Herber

Erntespaß mit Microgreens

Ein Trend, der uns aus Amerika erreicht hat, ist das Anbauen von Microgreens.
Dabei werden von Gemüsearten, die wir sonst ausgewachsen verzehren, bereits die jungen Keime geerntet. Microgreens können das ganze Jahr über angebaut werden, doch gerade für die Witermonate ist es eine nette Idee, so etwas einmal auszuprobieren.
Als Samen eignen sich dabei z. B. Kohlgewächse wie Brokkoli, Rotkohl, Grünkohl, Kohlrabi aber auch Rettich, Radieschen, rote Bete und Mangold. Sämtliche Blattsalate, Asiasalate, Rucola, Kresse sowie alle gängigen Gewürzkräuter können verwendet werden.

Die Anzucht ist ganz einfach. Es werden flache Schalen oder Töpfchen mit Anzuchterde gefüllt, das Saatgut wird relativ dicht ausgesät und leicht angedrückt. Danach wird die Erde gut angefeuchtet und das ganze mit einer durchsichtigen Folie etwas abgedeckt. Diese kann nach erfolgter Keimung entfernt werden. Aufgestellt werden die Anzuchtgefäße an einem hellen und warmen Platz. Die Erde während der Aufzucht feucht aber nicht zu nass halten. Geerntet wird, wenn die Microgreens ein Höhe von ca. 10 cm erreicht haben. Verwendung finden sie als Salatbeigabe, in Quark und Brotaufstrichen sowie in Smoothies.

Viel Spaß beim Experimentieren wünscht
Sigrid Herber

Wellness für Gartengeräte

Im Dezember sind im Gemüsebeet die meisten Kulturen abgeerntet und der Garten ist umgegraben. So gibt es für die meisten Gartenbesitzer draußen nicht mehr viel zu tun.

Dies ist ein idealer Zeitpunkt, um sich einmal der Pflege der Gartengeräte und Werkzeuge anzunehmen. Sämtliche Hacken, Schaufeln, Spaten usw. sollten vor dem Einwintern gründlich von Erdresten und Rostspuren befreit werden. Bei Bedarf werden Sie auch gleich geschliffen und eingeölt.

Wer sich jetzt die Mühe macht und Scheren und Messer gründlich reinigt und schleift, ist im Frühling schneller startbereit. Denn das neue Gartenjahr kommt bestimmt und das schneller als man denkt.

Eine schöne Adventszeit wünscht

Sigrid Herber

Erntesaison verlängern

Der November startet oft schon mit frostigen Temperaturen.
Die meisten Pflanzen aus dem Nutzgarten sind nun abgeerntet und eingelagert. Doch manche Kräuter und Salate können immer noch frisch im Garten geschnitten werden.
Wer die Erntesaison bei Petersilie, Rucola, Asia-Salaten und Endivien noch etwas verlängern möchte, kann seine Beete einfach mit Garten-Vlies abdecken. Dieses erzeugt ein günstiges Kleinklima und vermindert eine zu starke Verdunstung an sonnigen aber frostigen Tagen.

Wichtig ist, dass an wärmeren Tagen gelüftet wird. Die Kräuter und Salate möglichst nicht in gefrorenem Zustand ernten, da das Pflanzengewebe sonst unter Umständen verletzt und dadurch matschig wird.

Mit spätherbstlichen Grüßen
Sigrid Herber

Leuchtender Herbst auf Balkon und Terrasse

Der heiße und trockene Sommer 2018 hat vielen Pflanzen stark zugesetzt. Die meisten Sommerblumen haben in den letzten Monaten unter den extremen Bedingungen gelitten und sind nicht mehr so schön.

Jetzt im Oktober ist Zeit, um die Schalen und Kästen rund um das Haus noch einmal frisch zu bepflanzen und farbenprächtig erstrahlen zu lassen. Denn auch im Herbst lassen sich noch einige sonnige Stunden auf der Terrasse verbringen und ein herbstlich gestalteter Hauseingang sieht einfach einladend aus.

Während sich die Auswahl an Herbstpflanzen früher hauptsächlich auf Erika und Stiefmütterchen beschränkte, gibt es heutzutage eine Fülle an tollen Pflanzen für herbstlich bepflanzte Kübel und Schalen.

Darunter sind so interessant klingende Namen wie beispielsweise Blauschwingel, Torfmyrte, Currykraut, Scheinbeere, Stacheldrahtpflanze, Glockenheide und Purpurglöckchen.

Egal, ob jemand feurige Farbkombinationen bevorzugt oder ob es eher verträumt im Vintage-Stil sein soll. Der Herbst wartet mit einer vielfältigen Pflanzenauswahl, die keine Wünsche offen lässt.

Lassen Sie sich das herbstliche Feuerwerk nicht entgehen und schauen Sie in nächster Zeit bei Ihrem Gärtner vorbei. Es lohnt sich!

Mit herbstlichen Grüßen,

Sigrid Herber

Rosenkohl schon früher ernten

Eines der leckersten Herbst- und Wintergemüse ist der Rosenkohl.
Wer schon etwas früher als gewöhnlich die ersten größeren Röschen ernten möchte, kann einen kleinen Trick anwenden.

Mitte September ist dafür der richtige Zeitpunkt. Bei einem Teil der Rosenkohlpflanzen wird die Triebspitze ausgebrochen. Dadurch entwickeln sich die Röschen an diesen Pflanzen schneller und können daher auch schon früher geerntet werden.
Allerdings beeinflusst diese Maßnahme auch die Winterhärte der Rosenkohlpflanzen. Gestutzte Pflanzen sind empfindlicher gegenüber starken Frösten.

Daher sollte man das Entspitzen nur bei den Pflanzen anwenden, die schon im Herbst abgeerntet werden sollen.

Einen guten Start in die herbstliche Gartensaison wünscht

Sigrid Herber

Hacken – eine wertvolle Gartenarbeit

Wer regelmäßig seinen Gemüse- oder Blumengarten hackt, rückt nicht nur dem Unkraut zu Leibe sondern tut auch für die Bodenstruktur bzw. für den Wasserhaushalt des Bodens etwas Gutes.

Ein altes Sprichwort sagt nämlich „Einmal hacken erspart dreimal gießen“.

Durch die Bodenlockerung der obersten Erdschicht beim Hacken wird die Verdunstung des Wassers aus dem Gartenbeet vermindert.

Dadurch kann das vorhandene Wasser länger im Boden gespeichert werden.Auch wird durch die gelockerte Bodenoberfläche Regenwasser/Gießwasser besser aufgenommen.

Ein weiterer Grund der für regelmäßiges Hacken und Gartenarbeit spricht:
Es gibt Muskeln, man kann sich den Gang ins Fitnessstudio sparen und ist dabei noch produktiv.

Mit sportlichen Gartengrüßen

Sigrid Herber

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Zweijährige jetzt aussäen

In vielen Gärten blüht es momentan wieder wunderbar. Die blühenden Pflanzen mit ihren tollen Farben und Düften sind ein Genuss für die Seele und Lebensraum für viele Tiere.Es bereitet einfach Freude, in Ruhe einen artenreichen sommerlichen Blumengarten zu betrachten. Dennoch ist es jetzt auch schon wieder Zeit, an das nächste Gartenjahr zu denken.Für zweijährige Pflanzen, also solche die im ersten Jahr Blätter ausbilden und im zweiten Jahr blühen, ist jetzt im Juli bereits Aussaatzeit. Nur so haben die Zweijährigen genügend Zeit, um zu kräftigen Pflanzen heranzuwachsen, die im Herbst dann direkt ins Beet gesetzt werden können.Zu den Zweijährigen gehören z.B. Fingerhut, Goldlack, Stockrose, Vergissmeinnicht und die Bartnelke, die ich wegen ihres feinen Duftes und der wunderschönen Zeichnung der Blütenblätter besonders gerne mag.Mit sommerlichen GartengrüßenSigrid Herber

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Blütenendfäule bei Tomaten

Ein Schadbild, das im Laufe des Sommers hin und wieder bei Tomaten auftritt und nicht mit der Kraut- und Braunfäule verwechselt werden sollte, ist die Blütenendfäule.
Während es sich bei der Kraut- und Braunfäule um eine Pilzerkrankung handelt, ist dieBlütenendfäule eine Ernährungsstörung.

Die Früchte zeigen an der Blütenansatzstelle zunächst einen wässrigen Fleck, dieser vergrößert sich, wird grau oder braun und verhärtet sich.

Ursache dafür ist Calciummangel. Kalkarme Böden können daher vorbeugend aufgekalkt werden. Dennoch wird diese Störung selten durch zu wenig Calcium im Boden verursacht. Grund ist häufig ein Überangebot an den Nährstoffen Kalium, Magnesium oder Ammonium (vor allem bei reichlich organischer Düngung), welche mit Calcium in Konkurrenz um die Aufnahme durch die Tomatenpflanze stehen.

Auch wirken sich extreme Trockenheit oder übermäßige/unregelmäßige Wasserversorgung sowie sehr hohe Luftfeuchtigkeit negativ auf die Calciumversorgung der Pflanze aus, da dieser Nährstoff mit dem Wasserstrom transportiert wird.

Daher kann mit maßvoller Düngung und gleichmäßiger Wasserversorgung schon viel für die Gesunderhaltung der Pflanzen getan werden.

Einen erfolgreichen Tomatensommer wünscht
Sigrid Herber

Sellerie erst nach den Eisheiligen auspflanzen

Ein äußerst würziges und wohlschmeckendes Gemüse, das in keinem Nutzgarten fehlen sollte, ist der Knollensellerie. Er hat eine harntreibende und blutreinigende Wirkung und gilt seit jeher als natürliches Aphrodisiakum. Damit die Kultur der Selleriepflanzen gut gelingt, sollte folgendes beachtet werden:Für die Anzucht der Jungpflanzen sind warme Temperaturen wichtig. Ideal zum Keimen sind 18 – 20 °C, auch danach sollte die Temperatur nicht unter 15 °C fallen. Ausgepflanzt wird dann erst Mitte Mai, nach den Eisheiligen, wenn die Nachtfrostgefahr vorbei ist. Dies ist wichtig, um das Schossen der Pflanzen zu vermeiden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Sellerie gar keine Knollen ausbildet, sondern gleich in Blüte geht.Selleriepflanzen gehören zu den Starkzehrern und werden am besten mit einem kalireichen Gemüsedünger gedüngt. Eine regelmäßige Wasserversorgung fördert das gute Gedeihen. Den größten Zuwachs haben die Sellerieknollen meistens erst im Herbst. Geerntet wird spätestens im Oktober, bevor wieder mit starken Nachtfrösten zu rechnen ist.Viel Erfolg beim Gärtnern wünscht

Sigrid Herber

Zwiebelblumen nach der Blüte richtig behandeln

Der Frühling ist die Jahreszeit, in der die Zwiebelblumen ihren großen Auftritt haben.
Sie gehören mit zu den ersten Blüten im Garten und erfreuen uns mit ihren vielfältigen Formen und Farben. Zudem sind sie auch noch sehr pflegeleicht.

Nach Schneeglöckchen, Winterlingen und Zwergiris halten Krokusse, Märzenbecher, Scilla und Hyazinthen Einzug in den Garten. Zwiebelblüher gehören damit zu den ersten Nahrungsquellen für Hummeln und Bienen.

Damit man an den Klassikern unter den Blumenzwiebeln, wie Tulpen und Narzissen, viele Jahre Freude hat, sollte nach der Blüte der Samenansatz entfernt werden. Ansonsten würde die Zwiebel durch die Samenbildung zu stark beansprucht. Die Blätter der Zwiebelblumen dürfen allerdings erst abgeschnitten bzw. entfernt werden, nachdem sie verwelkt/vergilbt sind, da diese für die Ernährung der Zwiebeln für die nächste Saison eine wichtige Rolle spielen.

Einen blütenreichen Start in den Frühling wünscht
Sigrid Herber

Salatsaison beginnt wieder
Wenn im März der Frühling Einzug hält, beginnt auch endlich wieder die Pflanzzeit für die frischen Gartensalate.

Die Sortenvielfalt ist beträchtlich. Ob zart und fein oder knackig und mit Biss, für jeden
Geschmack ist etwas dabei. Neben den Klassikern wie Kopfsalat und Eissalat gewinnen die verschiedenen Pflücksalate zunehmend an Bedeutung.

Wichtig ist, für den Anbau Sorten zu wählen, die für die Jahreszeit geeignet sind. Beim Einkauf in der Gärtnerei bekommen Sie die entsprechenden Jungpflanzen sowie fachliche Beratung.

Gepflanzt werden kann ins Frühbeet oder Gewächshaus mit einem Abstand von ca. 25 x 25 cm. Im Freiland wird etwas weiter gepflanzt. Hier ist es ratsam, im März die Setzlinge noch mit Vlies und Folie abzudecken, ab April kann ohne zusätzlichen Schutz ins Freie gesetzt werden.

Salate nicht zu tief pflanzen, der Erdpresstopf sollte nur zur Hälfte im Boden sein. Durch diese Maßnahme kann die Anfälligkeit für Fäulnis verringert werden.

Eine ertragreiche und schneckenarme Salatsaison wünscht
Sigrid Herber

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Stauden und Gräser jetzt zurückschneiden

Die Tage werden nun schon merklich länger und bei schönem Wetter erwacht die Lust, wieder im Garten zu arbeiten.

Ende Februar/Anfang März ist die ideale Zeit, um Samenstände der sommer- und
herbstblühenden Stauden, die über den Winter stehenbleiben durften, zurückzuschneiden.

Ebenso werden Gräser nun ungefähr eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten, damit der Neuaustrieb ungestört erfolgen kann.

Bei dieser Gelegenheit können Beetstauden auch gleich mit Kompost und Hornmehl oder mit einem Gartendünger versorgt werden, damit sie eine gute Starthilfe für die neue Saison haben.

Viel Schwung im neuen Gartenjahr wünscht

Sigrid Herber

Keimfähigkeit von älterem Saatgut überprüfen

Im Januar herrscht im Gemüse- und Blumengarten noch Ruhe. Eine idealer Zeitpunkt also, um vor dem Start in die neue Gartensaison den Samenvorrat zu überprüfen.

Je nach Pflanzenart liegt die Lebensdauer der meisten Samen zwischen einigen Monaten und sechs Jahren. Am besten wird Saatgut dunkel, kühl und trocken in dicht schließenden Gefäßen aufbewahrt.

Um festzustellen, ob Gemüse- und Sommerblumensämereien aus den Vorjahren noch genügend keimfähig sind, kann eine Keimprobe gemacht werden.

Dazu werden ca. 10 – 20 Samen (je nach Größe) abgezählt und in einer Schale auf ein gut angefeuchtetes Küchen- oder Filterpapier gelegt. Mit etwas Folie bedecken, feucht halten und bei ca. 20 ° C aufstellen. Nach einer gewissen Zeit (je nach Pflanze) kann man die gekeimten Samen auszählen. Liegt die Keimfähigkeit unter 60 % sollte das Saatgut nicht mehr verwendet werden, da dann die Vitalität und Triebkraft der Pflanze stark nachgelassen hat, sodass mit vermindertem Wachstum und weniger Ertrag gerechnet werden muss.

Ein gutes und gesundes neues Jahr wünscht

Sigrid Herber

Im Dezember Salat fürs Frühjahr aussäen

Wer im Frühjahr schon zeitig (Ende Februar/Anfang März) Salate aus eigener Aufzucht in Gewächshaus oder Frühbeet pflanzen möchte, der muss Mitte/Ende Dezember schon die erste Aussaat vornehmen. Die Jungpflanzenanzucht in der kalten und lichtarmen Jahreszeit dauert wesentlich länger, als in den Frühlings- und Sommermonaten. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig auszusäen.

Die Keimung erfolgt optimalerweise bei 15 °C, später können die Jungpflanzen bei 6-8°C herangezogen werden. Wichtig ist, dass die jungen Salatpflänzchen so hell wie möglich stehen, damit sie nicht zu lang werden.

Diejenigen, die auf die etwas aufwendigere Anzucht während der Wintermonate verzichten möchten, können im Frühling auch beim Gärtner kompakte und abgehärtete Salatjungpflanzen für den Start in die neue Saison kaufen.

Einen besinnlichen Jahresausklang wünscht
Sigrid Herber

Alpenveilchen – fröhliche Farbtupfer für die dunkle Jahreszeit

Eine sehr hübsche Pflanze für Haus und Garten, die vom Herbst bis ins Frühjahr hinein blüht, ist das Alpenveilchen.

Die Pflanzengröße variiert dabei von Minis über Midis bis zu den großen Maxis.
Mittlerweile gibt es eine tolle Auswahl an Formen und Farben bei den Blüten. Es gibt glattrandige und gefranste Sorten und die Blütenfarben spielen in vielerlei Schattierungen von weiß über rosa, lila und rot.

Alpenveilchen lieben einen hellen aber nicht zu warmen Standort. Temperaturen über 25 °C sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Die kleinblütigen Sorten können dabei im Herbst auch im Freien stehen, solange die Temperaturen 4-5°C minus nicht unterschreiten. Sie sind stets ein schmucker Blickfang in Schalen, Kübeln und Töpfen und auch für die herbstliche Bepflanzung auf Gräbern ein attraktiver Kombinationspartner.

Bei der Pflege ist zu beachten, die Alpenveilchen nicht direkt in das Herz der Knolle zu gießen und Verblühtes regelmäßig auszuzupfen, um Fäulnis zu vermeiden. Wer seine Pflanzen dann noch alle 14 Tage mit Dünger versorgt, kann sich viele Monate lang an der Blütenpracht der zauberhaften Alpenveilchen erfreuen.

Mit herbstlichen Grüßen

Sigrid Herber

Wurzelgemüse einlagern

Für den Gemüsegärtner ist der Oktober ein wichtiger Monat. Nun ist es Zeit, verschiedene Wurzelgemüse und Rüben, wie z. B. Möhren, Petersilienwurzeln, Rote Bete, Sellerie, Winterrettiche und Bodenkohlraben zu ernten und einzulagern, bevor es zu stärkeren Frösten kommt.

Aufbewahrt wird gerne im kühlen Keller in Kisten mit leicht angefeuchtetem Sand. Optimale Bedingungen sind dabei möglichst hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen (zwischen 2°C und 5°C).
Um Verluste bei der Lagerung, beispielsweise durch Fäulnis und Verdunstung, zu minimieren, sollten im Vorfeld folgende Dinge beachtet werden:

  • bereits bei der Auswahl des Saatguts darauf achten, Sorten auszuwählen, die sich für die Lagerung eignen.
  • möglichst nur optimal ausgereiftes Gemüse einlagern
  • nur unversehrte und gesunde Ware einlagern
  • die anhaftende Erde am Erntegut belassen bzw. von Hand etwas abstreifen, auf keinen Fall abwaschen
  • Wurzelgemüse möglichst getrennt von Äpfeln (Schadgas Ethylen) lagern

Über den Winter sollte der Bestand von Zeit zu Zeit kontrolliert werden, um Fäulnisherde rechtzeitig zu entdecken und zu entfernen.Mit herbstlichen Grüßen

Sigrid Herber

Tomatenpflege im Herbst

Noch ist die Tomatenernte in vollem Gange. Dennoch naht mit den kürzeren Tagen und kühleren Nächten im September und Oktober das Saisonende für eigene Tomaten aus dem Garten.

Um noch möglichst viele reife Tomaten ernten zu können, kann man folgende Maßnahmen ergreifen: Ungefähr vier bis fünf Wochen vor dem geplanten Kulturende wird der Gipfeltrieb zwei Blätter über dem letzten Fruchtansatz gestutzt. So wird das vegetative Wachstum beendet und alle Kraft in die Ausreife der Früchte gelegt.

Da bei Temperaturen unter 15 °C die Tomaten nicht mehr gut rot werden, ist es oft besser, bereits Anfang Oktober die halbreifen Früchte zu ernten und an einem warmen dunklen Ort (evtl. abdecken) nachreifen zu lassen. Zuvor den Stielansatz entfernen um Fäulnis zu vermeiden.

Eine reichliche Ernte mit vielen leckeren Tomaten wünscht

Sigrid Herber

Gute Erträge bei Bohnen
Zu den leckersten und beliebtesten Gemüsearten, die in den Sommer- und frühen Herbstmonaten geerntet werden können, gehören Busch- und Stangenbohnen. Aufgrund des Phasin-Gehalts dürfen Bohnen nur in gekochtem Zustand verzehrt werden. Bohnen sind reich an den Mineralstoffen Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen, ebenso enthalten sie Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin E.

Damit die Ernte reichlich ausfällt, ist das richtige Wassermanagement unerlässlich. Nach der Aussaat ist eine zusätzliche Bewässerung nur bei großer Trockenheit  erforderlich. Sobald die Bohnen die ersten Blüten angesetzt haben, sollten sie ausreichend und regelmäßig bewässert werden. Ansonsten werden viele der Blüten wieder abgestoßen und der Ertrag fällt bei weitem nicht so reichlich aus, wie wenn ausreichend gegossen wird.

Also gilt: Auf Regen hoffen oder Gartenschlauch oder Gießkanne für eine gutes Ernteergebnis parat halten.

Eine ertragreichen Bohnensommer wünscht
Sigrid Herber

Jetzt Blumenkohl pflanzen

Wer im Herbst leckeren Blumenkohl aus dem eigenen Garten ernten möchte, der muss jetzt pflanzen.
Bis Ende Juli ist noch Zeit, das feine Gemüse zu setzen. Der Pflanzabstand beträgt ca. 50 x 50 cm. Wichtig für das gute Gedeihen der Pflanzen ist ein ausreichend gedüngter Boden (Blumenkohl gehört zu den Starkzehrern) und eine gleichmäßige Bewässerung.
Um möglichst weiße Blumenkohlköpfe zu ernten, sollten bei beginnender Blumenbildung einige der grünen Blätter geknickt und über die „Blume“ gelegt werden, damit diese vor Sonneneinstrahlung und somit vor Vergilbung geschützt ist. Wer „selbstdeckende“ Sorten wählt, kann sich diesen Arbeitsgang weitgehend sparen.

Gutes Gelingen wünscht
Sigrid Herber

Gewächshausgurken richtig schneiden

Um bei Gewächshausgurken einen möglichst guten und gleichmäßigen Ertrag zu bekommen, sollten sie von Anfang an geschnitten werden. Bei Gurken im Gewächshaus wird der Haupttrieb an Schnüren aufgeleitet. Direkt an diesem Triebwachsen die sogenannten Stammgurken. Diese sind meist etwas kleiner als die Gurken, die an denSeitentrieben wachsen. Die Seitentriebe werden bei uns nach dem ersten oder zweiten Fruchtansatz abgeschnitten, damitnicht zu viele Früchte gleichzeitig an einer Gurkenpflanze hängen. Bei zu starkem Behang neigendie Gurken nämlich sonst dazu, die kleinen Früchte abzustoßen, sodass es zu stärkeren Ertragsschwankungen kommen kann. Auch kranke Blätter und Pflanzenteile müssen regelmäßig entfernt werden, um die Pflanzenmöglichst lange gesund zu erhalten.

Ein glückliches Händchen bei der Pflanzenpflege wünscht

Sigrid Herber

Tomaten pflanzen

Jetzt ist Hauptpflanzzeit für alle Tomatengärtner!

Wer ein frostfreies (beheizbares) Gewächshaus hat, kann schon ab Mitte/Ende April pflanzen. Für alle Freilandtomatengärtner ist es ratsam, die Eisheiligen (Mitte Mai) abzuwarten, da danach üblicherweise die Zeit der gefährlichen Bodenfröste zu Ende ist. Selbstverständlich sollte man sich nie stur an bestimmte Tage halten, sondern immer den jeweiligen Witterungsverlauf, bzw. die Wetterprognosen im Auge behalten.

Tomaten sind wärmeliebend und haben hohe Nährstoffansprüche. Beim Auspflanzen genügend Platz zwischen den einzelnen Tomatenpflanzen lassen, sodass die Blätter später schnell abtrocknen können. Dies ist eine gute Maßnahme, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. In unseren gut belüftbaren Häusern pflanzen wir im Abstand von 60 x 60 cm, immer in Doppelreihen.

Wer zwischen seine Tomaten entweder Petersilie oder Basilikum pflanzt, tut ihnen zusätzlich etwas Gutes, denn beides wirkt sich ebenfalls positiv auf die Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten aus.

Einen ertragreichen Tomatensommer wünscht
Sigrid Herber

Jetzt Zwiebeln stecken

Alle Gartenbesitzer, die im Sommer eigene Speisezwiebeln ernten möchten, sollten jetzt im April Steckzwiebeln stecken.

Normalerweise wird in Reihen gesteckt. Der Abstand zwischen den Reihen sollte ca. 30 cm betragen. Dies ist wichtig, damit das Zwiebellaub immer schnell genug abtrocknen kann. So lassen sich Pilzkrankheiten, wie z. B. der Falsche Mehltau vermeiden. In der Reihe sollten zwischen 5 und 10 cm Abstand eingehalten werden.
Je dichter die Zwiebeln gesteckt werden, desto kleiner bleiben sie normalerweise.

Ebenso, wenn sie in der Hauptwachstumszeit im Juni/Juli wenig Wasser bekommen.
Als Faustregel gilt, dass auf keinen Fall mehr als 70 Zwiebeln pro m² gesteckt werden sollten.

Vom Stickstoffbedarf her gehören Zwiebeln zu den Mittelstarkzehrern und sind mit ca. 75 bis 100 g Hornmehl pro m² (je nach Humusgehalt des Bodens) ausreichend versorgt.

Viel Spaß beim Zwiebeln stecken wünscht
Sigrid Herber

Endlich Frühling!
Im Monat März können wir die ersten warmen und sonnigen Tage des Jahres genießen. Nach den grauen Wintermonaten erwacht nun auch die Lust darauf, sich mit bunten, blühenden und duftenden Pflanzen zu umgeben.
Wer Töpfe am Hauseingang und Blumenkästen mit den farbenprächtigen Frühjahrsblühern bepflanzen möchte, wird jetzt in den heimischen Gärtnereien fündig. Neben den Klassikern wie z. B. Primeln, Bellis, Vergißmeinnicht, Stiefmütterchen und Narzissen gibt es in meiner Gärtnerei auch Goldlack, Ranunkeln, Frühlingsmargeriten, Schleifenblumen, Blaukissen und vieles mehr. Hier wurde das Angebotsspektrum in den letzten Jahren stark erweitert und es sind vielfältige Pflanzkombinationen möglich. Leichte Nachtfröste werden von diesen Frühjahrsblühern problemlos vertragen. Außerdem sind die meisten Sorten eine tolle Bienenweide in einer Zeit, in der sonst draußen noch nicht viel blüht.

Lassen Sie sich doch einfach bei einem Besuch in der Gärtnerei von der Vielfalt und vom Duft der Frühlingsblumen inspirieren.

Einen farbenfrohen März wünscht
Sigrid Herber

Im Februar freuen sich alle (Hobby-)Gärtner schon wieder auf den Start in die neue Gartensaison. Eine der ersten unkomplizierten Kulturen, die im Frühjahr geerntet werden können, sind Radieschen.

Wer ein Frühbeet oder ein Gewächshaus hat, kann bei passender Witterung schon im Februar mit der Aussaat beginnen. Bei der Samenauswahl ist es wichtig, auf eine Sorte zu achten, die für den frühen Anbau geeignet ist. Radieschen sind Schwachzehrer und dürfen keinesfalls mit frischem Mist oder unreifem Kompost gedüngt werden. Die Aussaat erfolgt breitwürfig oder in Reihen in ein feinkrümeliges, ebenes Saatbett. Bei Reihenaussaat sollte der Abstand zwischen den Reihen ca. 15 cm, in der Reihe ca. 4 cm betragen.

Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist für Radieschen wichtig, damit sie nicht zu scharf oder pelzig werden oder vorzeitig in Blüte gehen. Geerntet werden kann bei früher Aussaat nach ungefähr acht Wochen. Das Erntefenster beträgt ca. 14 Tage. Für spätere Aussaaten ist zu bedenken, dass ab der Löwenzahnblüte die Kohlfliege unterwegs ist.

Hier hilft es, zum Schutz vor der Eiablage, ein Kulturschutznetz aufzulegen, um später keine wurmigen Radieschen ernten zu müssen.

Viel Vergnügen beim Säen, Ernten und Essen!

Gehölze im Winter
Oft hält der Winter in unserer Region erst Mitte oder Ende Januar mit eisigen Temperaturen Einzug. Falls noch kein Schnee liegt und die Temperaturen unter – 15 °C sinken, bedeutet das für viele ansonsten winterharte immergrüne Gehölze, wie z. B. Buchs, Kirschlorbeer und Rhododendron, großen Stress. Sie sind dann von der sogenannten Frosttrocknis bedroht. Wenn nämlich der Boden bei solch extremen Temperaturen stark durchgefroren ist, können die Pflanzen über die Wurzeln kein Wasser aufnehmen. Sind die Tage dann sonnig und windig, wird von den Pflanzen Wasser verdunstet, ohne dass eine Nachlieferung stattfinden kann. Dies hat zur Folge, dass Pflanzenteile vertrocknen und absterben.

Abhilfe lässt sich folgendermaßen schaffen:

Kleingehölze im Kübel, die nicht zu schwer sind, am besten über die kältesten Tage ins Haus holen. Bei den restlichen hilft ein Abdecken mit Jute oder Vlies um vor Sonne und Wind zu schützen und somit die Verdunstung zu reduzieren. Vorbeugend ist es auch günstig, die Pflanzen an frostfreien Tagen ausgiebig zu wässern.

Einen guten Start ins neue Jahr wünscht
Sigrid Herber

Weihnachtssterne richtig pflegen
Eine farbenprächtige Pflanze, die im Winter in keinem Wohnzimmer fehlen sollte, ist der Weihnachtsstern.

Damit die Freude an der Pflanze besonders lange währt, gibt es einige Dinge zu beachten. Der Weihnachtsstern, der ursprünglich aus Mexiko stammt, möchte einen Standort, an dem er viel Licht bekommt. Von der Temperatur her ist er eine ideale Wohnzimmerpflanze, da er mit den dort herrschenden Temperaturen gut zurechtkommt, optimal sind zwischen 15°C und 22°C.

Der Wasserbedarf beim Weihnachtsstern ist eher mäßig, der Wurzelballen sollte weder ganz austrocknen noch ständig feucht sein, wobei Staunässe eher das größere Problem darstellt. Vorsicht beim Lüften der Wohnung, eisige Zugluft sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Kaufen Sie Weihnachtssterne immer beim Gärtner, denn nur dort ist gewährleistet, dass Sie robuste und kräftige Pflanzen erhalten, die unter optimalen Bedingungen kultiviert wurden. Denn nur eine Pflanze, die schon vor dem Kauf bestens gepflegt und vor Kälte und Zugluft geschützt wurde, bereitet auch zu Hause lange Freude.

Eine besinnliche Adventszeit wünscht
Sigrid Herber

Symbolik im Advent
Wenn es draußen ungemütlich wird und die Tage kurz und grau sind, macht man es sich gerne wieder im warmen Wohnzimmer gemütlich.

Dieses Jahr liegt der erste Advent schon im November.

Traditionell wird auf diesen Tag die Wohnung mit allerlei Fundstücken aus dem Garten und frischen Tannenzweigen geschmückt. Mit Moos, Äpfeln, Nüssen, Hagebutten, Flechten, Rinden, Ästen und Zweigen lassen sich stimmungsvolle Werkstücke arrangieren, bei denen nicht nur der modische Aspekt im Vordergrund steht.

Mit immergrünen Zweigen, wie den verschiedenen Koniferen- und Tannenzweigen, wollte man sich seit jeher vor den bösen Mächten des Winters schützen. Ruten und blattlose Zweige werden als Zeichen der Hoffnung auf neues Wachstum und Erneuerung angesehen. Früchte und Nüsse, in denen der Same ruht, gelten ebenfalls als Symbol für Leben und Erneuerung. Natürlich gehören auch Kerzen mit ihrem warmen Licht zur Adventszeit, die als Symbol für das lebensspendende Sonnenlicht stehen, im christlichen Sinne sind sie ein Hinweis auf Jesus Christus als das Licht der Welt.

Achten Sie beim Fertigen Ihrer Adventsgestecke dieses Jahr doch einmal ganz bewusst auf diese Hintergründe.

Einen angenehmen November wünscht
Sigrid Herber

Jetzt Frühlingsblumenzwiebeln pflanzen

Obwohl der Herbst erst gerade begonnen hat, ist es bereits wieder Zeit, ans nächste Frühjahr zu denken.

Bis Dezember ist es noch möglich, bei frostfreiem Boden Blumenzwiebeln zu pflanzen. Dennoch ist es von Vorteil, dies schon im Oktober zu tun, da die Zwiebeln so noch besonders gut anwachsen können.

Ausgesprochen schön wirkt es, wenn die Zwiebeln dabei in Gruppen eingepflanzt werden. Als Faustregel gilt dabei, das Pflanzloch 2 x so tief wie die Höhe der Blumenzwiebel zu graben. Ist der Boden besonders schwer, kann die oberste Schicht mit etwas Kompost oder Sand aufgelockert werden. Nach dem Pflanzen sollte die Erde gut gewässert werden.

Für ein schönes Blühergebnis ist es wichtig, bereits bei der Auswahl der Blumenwiebeln auf kräftige Qualitäten zu achten. Denn je größer die Zwiebel, desto schöner und zuverlässiger auch die Blüte. Vorsicht also bei Sonderangeboten mit schlechten Zwiebelqualitäten!


Viel Spaß beim Aussuchen und Einpflanzen wünscht
Sigrid Herber

Ackersalat für schnelle Gärtner
Normalerweise muss Ackersalat für die Herbsternte schon von Mitte Juli bis Mitte August ausgesät werden. Wer dies verpasst hat oder im Garten einfach noch kein freies Beet zur Verfügung hatte, kann nun einmal eine ganz schnelle Variante ausprobieren.

Seit einigen Jahren sind Ackersalatpflanzen nämlich auch als Setzlinge erhältlich. Diese bieten wir in unserer Gärtnerei immer ab Anfang September an. Gepflanzt wird im Abstand von 8 x 8 cm. Schon nach ca. vier Wochen kann geerntet werden.
Da Ackersalat nur wenig Stickstoff benötigt, reicht meistens aus, was von der Vorkultur noch an Düngervorrat im Boden vorhanden ist. Auch das lästige Unkraut jäten kann man sich bei dieser Version sparen, da die gesetzten Pflänzchen gegenüber den Aussaaten schon einen deutlichen Wachstumsvorsprung haben.
Alles in allem eine schnelle und unkomplizierte Geschichte, die Jahr für Jahr mehr Anhänger findet.

Probieren Sie es doch einfach mal aus!


Mit spätsommerlichen Grüßen
Sigrid Herber

Pflanzzeit für Endivien
Wer im Herbst den leckeren Endiviensalat ernten möchte, muss sich jetzt ans Pflanzen machen. Bis Mitte des Monats ist noch Zeit, Endivien und Zuckerhut zu setzen, damit sie bis Ende Oktober noch erntereif werden. Die Pflanzung erfolgt im Abstand von ca. 35 x 40 cm. Endiviensalate vertragen leichte Fröste bis -4°C, bei stärkeren Frösten sollte mit einem Vlies abgedeckt werden.

Bei zu hohen Salzgehalten des Bodens steigt die Anfälligkeit für die Kranzfäule, deshalb sollte man für eine möglichst ausgeglichene Bodenfeuchtigkeit sorgen und zu starke Stickstoffgaben vermeiden.

Neben den Appetit anregenden Bitterstoffen enthält Endivie Kalium, Kalzium und Eisen, ebenso Provitamin A, Folsäure, Vitamin B1 und B6.

Gutes Gelingen wünscht
Sigrid Herber

Winterrettiche jetzt aussäen
Der Monat Juli ist der optimale Zeitraum um die besonders herzhaft würzigen schwarzen Winterrettiche auszusäen. Besonders gut gedeihen sie auf mittelschweren, humusreichen Böden. Der Reihenabstand sollte ca. 25-35 cm betragen, in der Reihe ca. 15 cm.

Zu dicht stehende Sämlinge evtl. vereinzeln. Bei sehr trockener Witterung ist der Rettich dankbar für eine ausreichende Bewässerung, zum Schutz vor der Kohl- und Rettichfliege kann der Bestand mit einem Kulturschutznetz abgedeckt werden.
Die Rettiche sind dann ab Oktober erntereif und besitzen eine ausgesprochen gute Lagerfähigkeit.

Fein geraspelt ergeben sie einen besonders aromatischen Rettichsalat. Ich nehme sie über den Winter mit Kandiszucker gefüllt auch für einen wohlschmeckenden Hustensaft.

Gutes Gelingen beim Ausprobieren wünscht
Sigrid Herber

Tomatenpflege
Zu den regelmäßigen Pflegearbeiten bei Tomaten gehört das Hochleiten der Triebe und das Entgeizen (außer bei Wild- und Buschtomaten). Dabei wird der Haupttrieb 1 x pro Woche am Tomatenstab oder an einer Schnur aufgeleitet. Gleichzeitig können auch die unerwünschten Nebentriebe entfernt werden, die zwischen Stamm und Blättern wachsen. Diese werden am besten schon bei einer Länge von 5-10 cm von Hand ausgebrochen, vorzugsweise morgens, da die Triebe dann besonders gut brechen und die Wunden gut abtrocknen.

Auch kann mit Erntebeginn von unten her vorsichtig entblättert werden, jeweils bis zum letzten abgereiften Fruchtstand (maximal 3 Blätter pro Arbeitsgang), dadurch wird eine optimale Luftzirkulation gewährleistet und das Risiko von Pilzinfektionen sinkt.

Einen guten Tomatensommer wünscht
Sigrid Herber